Programm

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Hochaktuelle Themen, renommierte Referent*innen sowie ein interdisziplinärer Austausch haben zu einem Programm geführt, dass den Teilnehmenden einen ganzheitliche Blick auf das Tätigkeitsfeld der Ernährungstherapie und Prävention bietet. Dabei geht es nicht nur um die aktuellsten Erkenntnisse in Bezug auf Ernährung und Gesundheit, sondern auch um die strukturellen, personellen, individuellen und methodischen Grundlagen für die Umsetzung dieser in den Berufsalltag. Wesentliches Ziel des VDD Bundeskongresses ist es, die Teilnehmer*innen dabei zu unterstützen, ihre Klient*innen zu empowern, mit der jeweilig passenden Ernährung, Lebensqualität und Gesundheit zu steigern. Digitalisierung ist eine Chance, die es kompetent zu integrieren und zu nutzen gilt, wo immer sinnvoll und möglich. So nutzen wir die Chance und werden den VDD Bundeskongress 2023 zum dritten Mal als Online-Konferenz durchführen. Seine interaktive Plattform ermöglicht den Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet und darüber hinaus, die interprofessionellen Netzwerke zu erweitern.

 

Programm – Highlights sind

  • Qualitätsverträge im Krankenhaus und deren Mehrwert
  • Prähabilitation - eine interdisziplinäre Herausforderung
  • Mangelernährung begegnen
  • Vom auffälligen Screening-Ergebnis zur Intervention
  • Pflegerische Assessmentinstrumente und ihr Nutzen für die Ernährungstherapie
  • Entlassmanagement - wie kann es gut laufen?
  • Pädiatrische Allergologie
  • Diätetik studieren - Young Professionals - Ausgewählte Bachelorarbeiten
  • Prävention
  • Mikrobiom
  • Methodenkompetenz
  • Palliative Versorgung
  • Long- und Post-Covid
  • Update Diätetik Nephrologie
  • Adipositas - Stigmatisierung und internalisiertes Stigma - wie gehen wir damit um?
  • Stigma Adipositas - was macht das mit mir?
  • Essen, egal wann? Bedeutung der cirkadianen Uhr!
  • Die Rolle der Prävention im Rahmen der Adipositastherapie
  • Welchen Stellenwert hat die konservative Adipositastherapie
  • Sarkopene Adipositas
  • Die metabolisch-bariatrische Operation als fester Therapiebaustein der Adipositastherapie
  • Post-bariatrisches Ernährungsmanagement - wie sieht das in der Praxis aus?
  • Rehabilitation
  • Schülerforum
  • Freiberuflichkeit
  • Firmensymposien

 

AdobeStock_87227476Diskutieren Sie mit uns: Was sind die aktuellen Herausforderungen in der Speisenversorgung in Kliniken? Wir haben Experten aus allen wichtigen Bereichen angefragt:

  • Verpflegungsmanagement
  • Service
  • Pflege
  • Patient
  • Finanzen
  • Arzt
  • Politik
 

Matthias PirlichEröffnungsvortrag: 20 Jahre nach der German Hospital Malnutrition Study – wo stehen wir heute?

Prof. Dr. med. Matthias Pirlich

Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Gastroenterologie, Ernährungsmedizin

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)

 

Mangelernährung ist ein häufiges Phänomen bei chronischen oder gravierenden Erkrankungen und betrifft etwa 25-30 % aller Menschen, die stationär behandelt werden müssen. Mangelernährung verschlechtert die Prognose hinsichtlich vermehrter Komplikationen, schlechterer Lebensqualität, Verlust von Selbständigkeit und erhöhter Sterblichkeit. Auch die Behandlungskosten sind bei mangelernährten Menschen erhöht. Diese Zusammenhänge wurden auch eindrucksvoll während der COVID-19 Pandemie beobachtet. Obwohl das Screening auf Mangelernährung in Deutschland immer noch nicht verpflichtend und insgesamt die Ernährungsstrukturen sehr verbesserungswürdig sind, hat es in den letzten 20 Jahren doch deutliche Fortschritte gegeben: Die Evidenz zur Häufigkeit und Bedeutung von Mangelernährung ist immens gewachsen. Aktuelle Studien von hoher Qualität zeigen, dass eine Ernährungstherapie die Sterblichkeit senken kann. Seit 2019 gibt es erstmals eine internationalen Konsens zur Diagnostik der Mangelernährung und im September 2022 unterzeichneten 75 Fachgesellschaften einschließlich Vertretern der WHO die Vienna Declaration, die die Ernährungsfürsorge als Menschenrecht postuliert.

SPONSOREN des 65. VDD Bundeskongresses